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Kommt die Bahn bis 2023?

Der geplante Trassenverlauf der grenzüberschreitenden Bahn.

Ein österreichisch-ungarisches Expertenteam hat im Rahmen des grenzüberschreitenden ETZ-Projektes "GrenzBahn"eine Kosten-/Nutzenanalyse vorgenommen und die Bestandssanierung bzw. den teilweisen Neubau der Strecke von Friedberg bis Szombathely empfohlen.
Die Grenzübertrittstelle ist zwischen Schandorf und Schachendorf geplant. Die Fahrzeit zwischen Friedberg und Szombathely soll weniger als eine Stunde betragen, womit die notwendige Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Eine Anbindung Richtung Wiener Neustadt und Wien via Aspangbahn ist gegeben.  Die Einreichplanung soll sofort starten, Baubeginn könnte 2019, Inbetriebnahme 2023 sein. Parallel dazu sollen die Finanzierungspartner – Steiermark, Bund, Ungarn – ins Boot geholt werden.

Fahrzeit unter einer Stunde für wirtschaftlich sinnvollen Betrieb
Aus mehreren Varianten wurde eine Trassenführung näher untersucht, die auf burgenländischer Seite weitgehend der bestehenden Strecke folgt und über eine neu zu errichtende Grenzübertrittsstelle bei Schachendorf in den ungarischen Streckenteil mündet. „Die Gesamtkosten für diese Variante betragen 119 Mio. Euro, davon entfallen 89 Mio. Euro auf  den österreichischen  und 30 Mio. Euro auf den ungarischen Streckenabschnitt. Diese  Variante ermöglicht eine Fahrzeit von weniger als einer Stunde. Und das ist auch die Voraussetzung, dass sich der Betrieb rentiert“, so Bieler. Die Verkürzung der Fahrzeit erhöht aber auch die Baukosten: „Es sind Begradigungen und Beschleunigungsmaßnahmen auf österreichischer Seite erforderlich“, erklärte Verkehrskoordinator Zinggl.  Die Strecke soll in erster Linie dem lokalen Personen- und Güterverkehr, in zweiter Linie dem Pendlerverkehr in Richtung der Zentren Wiener Neustadt, Wien, Oberwart, Szombathely, Sopron und Eisenstadt dienen.

Chance auf Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank.
Das Projekt sei auch in den Juncker-Plan aufgenommen worden, damit bestehe die große Chance auf eine EU-Finanzierung, zeigte sich Bieler überzeugt:
„Die Bewertung der volkswirtschaftlichen Effekte durch das IHS hat gezeigt, dass für die Region Burgenland-Westungarn langfristige positive Effekte durch den Bau und den Betrieb dieser Eisenbahnstrecke zu erwarten sind, beispielsweise durch die Ansiedlung von Betrieben, durch zusätzliche Arbeitsplätze und eine steigende Siedlungsentwicklung. Das kann auch eine positive Entscheidungsgrundlage für eine Finanzierung des Projektes durch die Europäische Investitionsbank darstellen“. Ein weiteres wichtiges Argument sei, so Zinggl, die Anbindung an den SETA-Korridor. „Hier werden europäische Interessen berührt. Wir zeigen auf, wo wir die Region an  diesen internationalen Korridor anschließen können. Das ist eine große Chance, Potentiale einer ganzen Region, im Burgenland und in Ungarn, zu heben“.

Inbetriebnahme 2023 „realistisch“
Jetzt gilt es, die Partner - Steiermark, Bund, Ungarn - zu überzeugen. Bieler ist optimistisch: „Die Chance auf die Realisierung dieser Verbindung war nie größer als jetzt. Es gibt bereits positive Signale aus Ungarn, und wir nehmen auch sofort Gespräche mit der Steiermark und dem Bund auf. Wir wollen keine Zeit verlieren und beginnen sofort mit der Einreichplanung. Wenn die Partner mitziehen, kann 2019 mit dem Bau begonnen werden, die Inbetriebnahme ist 2023 möglich. Das ist ein realistischer Zeitplan“.